PRESSEMITTEILUNG: Führung statt Verwaltung
22.03.2026
Bundesvereinigung der Oberstudiendirektorinnen und Oberstudiendirektoren
Bundesdirektorenkonferenz (BDK)
Der Vorsitzende Oberstudiendirektor Arnd Niedermöller
Pressemitteilung des Vorsitzenden der Bundesdirektorenkonferenz Gymnasien zum Arbeitsergebnis der Frühjahrstagung der BDK vom 26.02. – 27.02.26 in Bayreuth
Führung statt Verwaltung!
- Die Prognos-Untersuchung zur Arbeitszeit von Lehrkräften und Schulleitungen offenbart eine deutliche Mehrbelastung bei Schulleitungen und Teilzeitlehrkräften.
- Ein großer Teil der Arbeitszeit wird von Schulleitungen für Verwaltungsaufgaben benötigt. Es bleibt sehr wenig Zeit für wichtige Führungsaufgaben.
- Die Bundesdirektorenkonferenz fordert die Umsetzung der Vorschläge des Positionspapiers „Personelle Ressourcen“ der BDK aus dem Jahr 2024 und eine Entbürokratisierungsmaßnahmen im Schulbereich.
- Bei einer Einführung einer Arbeitszeitfassung von Lehrkräften in den Bundesländern müssen die Schulleitungsverbände beteiligt werden. Die Tätigkeit von Lehrkräften außerhalb des Unterrichts sollte transparenter dargestellt werden.
Die Vorsitzenden der Schulleitungsverbände der Gymnasien aus allen Bundesländern in Deutschland, die mehr als zwei Drittel aller Schulleitungen der Gymnasien in Deutschland vertreten, haben sich auf ihrer Frühjahrstagung mit dem Thema „Arbeitszeiterfassung an Schulen – Erwartungen und Konsequenzen“ befasst und die Ergebnisse in einer Erklärung festgehalten (siehe Anlage). Dabei wurde das Positionspapier zu personellen Ressourcen an Gymnasien aus dem Jahr 2024 aufgegriffen.
Arnd Niedermöller, Vorsitzender der BDK: „Die Prognos-Studie macht einen dringenden Handlungsbedarf zur personellen Unterstützung von Schulleitungen deutlich. Es ist kein Wunder, dass die Zahl der unbesetzten Schulleitungsstellen seit Jahren konstant bei etwa 1300 liegt. Es ist ein Skandal, dass an jeder 20. Schule in Deutschland die wichtigste Führungsposition nicht besetzt ist.
Deshalb wiederhole ich meine Aussagen aus dem Jahr 2024: Es ist erschreckend, wie sehr sich die Ausstattung mit Funktionsstellen und multiprofessionellen Teams an Gymnasien bundesweit unterscheidet. Dabei führen alle Schulen zum gleichen Bildungsabschluss, dem Abitur. Die Bundesländer insbesondere im Osten müssen hier dringend nachbessern. Im Bereich der multiprofessionellen Teams geht der Appell an alle Bundesländer. Die Unterstützungsbedarfe der Schülerinnen und Schüler und die bürokratische Arbeit sind stark angestiegen. Um die Rolle der Schulen als wichtige Sozialisationsinstanz zu sichern, benötigen die Schulleitungen dringend personelle Unterstützung.“
Arnd Niedermöller
Vorsitzender
Berlin, den 22.03.26 1
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