ENTSCHLIEßUNG: Stärkung ländlicher Räume

Kühlungsborn, 21.09.2018

Stärkung ländlicher Räume durch gymnasiale Bildung

Schulentwicklungsplanung ist von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Raum- und Entwicklungspolitik, deren Zielsetzung darin besteht, ländliche Räume zu stärken. Daneben ist es ein Gebot von Bildungsgerechtigkeit und allgemeines Grundrecht, qualitativ hochwertige Bildungsangebote auch im ländlichen Raum vorzuhalten. Gerade aus den Zielsetzungen gymnasialer Bildung – vertiefte Allgemeinbildung, Wissenschaftspropädeutik, Studierfähigkeit – heraus resultieren nicht zu unterschätzende Impulse für den Erhalt bzw. die Entwicklung eines entsprechend ausgestatteten kulturellen Umfelds. Deshalb stellen insbesondere Gymnasien als kulturelle und wissenschaftliche Zentren in diesem Zusammenhang einen bedeutenden Standortvorteil dar.

Für die politisch Verantwortlichen ergibt sich daraus die Notwendigkeit klarer Standortanalysen und - entscheidungen auf der Basis langfristiger, vorausschauender Planungen.

Dabei sind die folgenden Aspekte aus schul- und bildungspolitischer Sicht von zentraler Bedeutung:

  • Ausbau von Infrastruktur: Verkehrsverbindungen, kostenlose Schülerbeförderung, flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen, Verbesserung der sächlichen Ausstattung der Schulen 

  • Zusammenarbeit in Bildungsregionen: über kommunale, regionale und Ländergrenzen hinweg 

  • Lenkung von Schülerströmen: zur langfristigen Sicherung von Schulstandorten im ländlichen Raum 
und zur Entlastung von Schulen in Ballungsräumen 

  • Sicherung der Lehrerversorgung: Anreize, z.B. durch Fördermittel zur Schaffung von 
Wohneigentum und/oder Mobilitätszulagen; verstärkte Nutzung der Schulen im ländlichen Raum als Ausbildungsschulen für Lehrkräfte aller Fächer 


Die BDK und die Direktorenvereinigungen der Bundesländer sind bereit, dementsprechende Initiativen zur Entwicklung von Regionen im ländlichen Raum zu unterstützen. 


Oberstudiendirektor Dieter Brückner
Bundesvorsitzender



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